Donnerstag, 26. Juli 2007

...

Aufgrund fehlender Interessantheit (schreibt man das so?) ist diesmal der Intervall zwischen den Beiträgen etwas länger.
Die Arbeit war allerdings produktiv und interessant. Unter anderem war ich einen Tag in Bukarest und habe mich mit diversen Zeichnungen herumschlagen müssen. Ebendso hab ich wieder eine 11km Kontrollgang über ein Teilstück machen müssen. Bei 35°C im Schatten! Danach ist man durch. Aufgrund von schon vorhandener Bräune und Sonnencreme blieb mir ein stärkerer Sonnenbrand erspart. Wobei eine vorbräunung nur bedingt vor der Sonne schützt. Bei mir ist das zumindest so. Momentan sind die Temperaturen auf fast 40°C geklettert. In Bukarest hatte es schon über 40°, allerdings ist es dort schon wieder am abkühlen. Die Temperaturen lassen sich allerdings recht gut aushalten, was zum Teil an Gewöhnung und zum Teil an Klimaanlagen liegt. Wobei einen die Hitze dann wie ein Hammerschlag trifft, wenn man vor die Tür tritt. Und man natürlich aufpassen muss, sich keine Erkältung zu holen.
Die Wochenenden waren eher ruhig. Einmal essen gehen mit einem Kollegen der Geburtstag hatte. Der Wein tat seine Wirkung und ich warum 1 Uhr im Bett. Der Samstag war dann auch eher Öde. In der Disco bin ich mir vorgekommen wie im Kindergarten.
Leider war am Sonntag auch etwas schlechtes Wetter (Bewölkung, ieeeh!!), so dass es keinen Sinn gemacht hat an den Strand zu gehen.
Das nächste Wochenende war dann auch nicht wirklich Ereignisreicher. Den Freitag konnte sich keiner aufraffen etwas zu machen, lediglich kurz in der Kneipe was trinken. Was allerdings gut war, da ich am Samstag um 9 Uhr überraschend geweckt wurde, weil ich im Büro was machen sollte.
Am Abend veranstaltete Stefan dann eine kleine Grillparty mit echten fränkischen Bratwürsten, Sauerkraut und deutschem Brot. Alles frisch eingeflogen. Hat sehr lecker geschmeckt. Wie es sich für eine Grillparty gehört wurde auch kräftig gebechert. Danach hatte allerdings keiner mehr Lust irgendwas zu machen und ich war um 3 oder 4 daheim. (Logisch das keiner mehr Lust hatte nach der Party was machen)
Am nächsten Tag wollte ich eigentlich mit Stefan zum Strand. Aber leider reagierte er nicht auf Anrufe oder eine SMS. Wobei, eigentlich hat er doch reagiert. Um 18 Uhr abends, solang war er nämlich im Bett gelegen und hat gelitten *g*
Das nächste Wochenende und die darauf folgenden Woche waren deutlich interessanter.
Am Freitag waren wir zwar nur Siedler spielen, war aber trotzdem witzig. Der Samstag war richtig gut. Erst Mamaia am Strand. Es war die Hölle los. Am Abend sind wir erst in ne Kneipe und dann zu viert in eine Disco. Keine Ahnung wie sie hieß, wir nannten sie Pepsi Disco. Stefan meinte die soll letztes Jahr wohl ganz gut gewesen sein. Aber halt nur letztes Jahr. Zum einem kam ich mir alt vor, zum zweiten wurde sehr viel Manele gespielt. Mit entsprechendem Publikum. Olaf und Udo waren sehr fix weg. Allerdings ohne was zu sagen. Zu zweit sind wir dann weitergezogen und wollten schon abbrechen. Dann sind wir aber doch noch in einen kleinen, feinen, sehr edel aussehnend Strandclub Namens „Fiat Club“ gegangen. Die Musik war sehr angenehm, es war nicht zu voll, das Publikum auch sehr angenehm. Dazu kam noch das ehr quasi im Freien war, d.h. er hatte keine Wände. Dadurch war es auch nicht zu heiß.
Den Sonntag haben wir erst gegrillt und dann noch ne Runde Siedler gespielt. Endlich hab ich auch mal gewonnen und die Lästerreien haben ein Ende :)
Am Montag bin ich mit Udo mitgefahren und sollte die Vorbereitungen für die RPM anschauen. Durch die sehr heißen Temperaturen ergaben sich allerdings viele Probleme. Zum einen war die Hitze eine starke Belastung für die Arbeiter, einer musste zum Arzt. Des Weiteren besteht bei solch hohen Temperaturen die Gefahr, dass das Gleis sich seitwärts verschiebt. Dadurch, dass das Gleis ohne Fugen und nur mit Schweißnähten verarbeitet wird können die Längenänderungen nur durch Spannungen in der Schiene aufgenommen werden. Wenn die Spannungen zu hoch werden, zu wenig Schotter vorm Schwellenkopf liegt und dazu noch Vibrationen kommen kann es sein, dass das Gleis sich zur Seite schiebt um die Spannungen abzubauen. Da Vibrationen vor allem dann auftreten wenn ein Zug drüber fährt ist das natürlich sehr gefährlich. Und RPM verursacht natürlich auch Vibrationen.
Ein weiteres Problem ist dazu noch die Hitze in der Hydraulik. Am Montag hatte sie schon 80°C im Stand und bei 85°C schaltet sich die Maschine ab. Die Elektronik ist weniger ein Problem, da extra Klimaanlagen dafür vorhanden sind. Bei der Hydraulik geht das natürlich nicht. Durch die genannten Probleme wurde dann beschlossen die RPM nur nachts fahren zu lassen.
Natürlich wollten wir schauen das alles ordentlich klappt, wenn die RPM startet. Das sollte um 19 Uhr passieren. Natürlich passierte um 19 Uhr erstmal nichts. Also sind wir zum essen gefahren. Ursprünglich war geplant, in ein Restaurant in der Nähe zu gehen. Natürlich gab es auch da wieder Abstimmungsschwierigkeiten und so dauert es eine kleine Ewigkeit bis wir vor Ort waren. Und dann war das Restaurant natürlich zu. Also wollten wir dann erstmal heimfahren um später, wenn die RPM wieder läuft wieder rauszufahren. Natürlich änderte sich das wieder recht fix. Irgendwer hatte die tolle Idee nach Medgidia zu fahren um zu essen. Bei normalem Verkehr eine gut halbe Stunde fahrt von der jetzigen Position. War natürlich kein normaler Verkehr, weil aufgrund der Hitze der LKW Verkehr tagsüber verboten war. Somit dauerte die Fahrt dann eine Stunde. Wenigsten war das Restaurant recht gut. Und Medgidia hat sogar recht schöne Ecken. Hätte ich dem Kaff (mit allerdings 50000 Einwohnern) gar nicht zugetraut. Eine witzige Szene gab´s dann auch noch, irgendwann ertönte ein Brummen, wie von einem aufgemotzten 12 Zylinder Ferrari. Als wir uns dann umdrehten war es doch nur ein Dacia Pick Up. Dumm war nur, dass es so laut war das alle Autoalarmanlagen am Straßenrand losgingen. Alles in allem ein 1a Inferno.
Um 22.30 Uhr sind wir dann mit essen fertig gewesen und noch mal zu Baustelle gefahren. Hat sich natürlich alles etwas rausgezögert, auch wenn so eine Nachtbaustelle natürlich recht interessant ist. Um kurz vor zwölf sind wir dann aufgebrochen um heimzufahren. Logischerweise ist dann noch jemand eingefallen wieder umzukehren und nach ein paar Markierungen zu suchen. Natürlich wurde diese nicht gefunden, und Udo und ich waren ja auch tagsüber an der Baustelle und haben diese Markierungen auch gesehen, somit ereilte uns der Anruf wir sollten umdrehen und diese suchen. Auf die Idee von Taschenlampe ist da keiner gekommen. Wir haben die Markierungen natürlich recht schnell gefunden. Allerdings waren sie wirklich schlecht zu erkennen. Nachdem wir sie gefunden hatten sind wir allerdings nicht sofort heimgefahren, sondern haben noch etwas ausgeharrt. Warum, ging mir nicht sonderlich auf. Um ca. 1.30 Uhr sind Udo und ich dann tatsächlich heimgefahren, immerhin mussten wir beide am nächsten Tag wieder früh raus. Wie wir vor die Wohnung fuhren bellte ein Hund aus der Nachbarschaft noch unser Auto an, wie wir vorbeifuhren, und somit waren alle Hunde im Umkreis von 200m hellwach und am bellen. Hihi, immerhin konnten dann auch andere Leute nicht schlafen, nicht nur ich. Dumm war nur, dass die beiden Hunde bei uns in am Haus auch wach waren. Und die waren anscheinend so überdreht, das sie noch mindestens 20 Minuten weiterbellten. In dieser Nacht habe ich das zweite Mal von Hunden und Schrotflinten geträumt!
Den Rest der Woche bin ich dann wieder in Medgidia gewesen.
Zum Glück kühlte es am Donnerstag ordentlich ab. Von ca. 40°C auf ca. 30°. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sagen kann: “Heute hatten wir angenehm kühle 30°C.“ Allerdings ist dieser Sommergewöhnlich heiß, auch für Rumänien. Ich hoffe ich kann etwas von der Hitze mit nach Deutschland bringen, wenn ich Anfang August wieder für eine Woche daheim bin.

Donnerstag, 5. Juli 2007

...

Mittlerweile ist der Sommer so richtig in Konstanza angekommen. Was man natürlich besonders in Mamaia bemerkt. Nachts um halb 12 auf dem Weg zur Disco stand ich erstmal im Stau. Mit dem Taxi. Der Taxifahrer konnte einem Leid tun. Zum Glück hat er gleich nen neuen Kunden gefunden.
In Mamaia vorm Casino war dann am Samstagabend richtig viel los. Am Freitagabend wars leider noch recht leer. Allerdings denke ich, dass sich das die nächsten Wochen auch noch ändern wird. Der Freitagabend in der Disco war eher ruhig, genauso wie der Samstagabend. Auch wenn recht viel los war, kein Vergleich zur Woche vorher.
Denn Andrang der Gäste bemerkt man auch am Sonntagnachmittag, wenn man mit dem Auto nach Mamaia fährt. Eigentlich ist die Straße vor den Hotels dann ein sehr langer Parkplatz. Der Strand dafür ist 1a. Wenngleich mir das Wasser etwas zu langsam abfällt nach 50m steht man gerade mal bis zur Hüfte im Wasser. Und beim Schwimmen muss man extrem aufpassen, dass man nicht von einem Jetskifahrer oder einer Jacht überfahren wird. Der Strand ist prinzipiell frei. Lediglich für die Liegen muss man zahlen (ca. 5€/Tag). Dafür kann man sich sogar bei den Kellner Drinks ordern, die einem aus einem der nahen Restaurants gebracht werden. Massage gibt’s auch am Strand. Für 50 RON wird man gut durchgewalkt, habe ich mir sagen lassen. Allerdings werde ich mir in Zukunft dreimal überlegen ob ich Sonntagmittag nach Mamaia fahre. Eben wegen besagtem Stau und sich der daraus ergebenden Wartezeit. Lieber werde ich den Stadtstrand (Plaja Modern) in Konstanza nutzen. Der liegt günstiger, ist auch recht belebt, logischerweise eher von Einheimischen und keinem Bukarester Gesocks ;), in sieht zumindest von oben betrachtet sehr schön aus. Mal genauer betrachten. Ich werde mal, versuchen öfters an eine Kamera zu denken.
Die Arbeitswoche war auch wieder interessant, ich habe mit einem rumänischen Kollegen (sehr nett) ein paar Bögen (Umgangssprachlich auch Kurven genannt) vermessen und dokumentiert. Das Ergebnis werde ich auch mal Fotografieren und hochladen. Leider war es zur der Zeit schweineheiss und wir wurden fast gegrillt auf der Strecke. Immerhin sind wir jeweils ca. 6km gelaufen. Nachmittag waren wir dann aber meist im Büro. Zum Glück habe ich relativ wenige Probleme mit der Wärme hier. Allerdings muss ich sagen, dass das Extreme Wetter von dem man so aus den Nachrichten hört, hier in Konstanza etwas abgeschwächt ist. Durch die Lage am Schwarzen Meer und durch den leichten Wind der hier ständig weht. In Bukarest, obwohl nur 250km entfernt ist es meist deutlich heißer, bis zu 8°C.
Warum Bukarest 2 Millionen Einwohner hat ist mir ein Rätsel. Aber wenn man den Einheimischen glaubt leben da in erster Linie eh nur Gestörte.
Am Freitag wollte ich wieder, wie jeden Tag auf die Baustelle nach Medgidia. Allerdings war schon nach 10km in Valu lui Traian schluss. Nachdem ich da nach dem Stand des Umbauzugs geschaut hatte, ging mein Auto nicht mehr an. Der Starter war leider im Arsch. Kollegen angerufen, Auto angeschoben und ab in die Werkstatt. Den restlichen Tag hab ich dann im Büro verbracht. Leider, denn ich hätte mir auf der Baustelle das Alumnio-Thermic Schweißverfahren anschauen können. Naja, evtl hab ich ja bald wieder ne Gelegenheit dazu.
Das letzte Wochenende begann dann wieder eher ruhig, ein bisschen Grillen, noch ein wenig rum sitzen und dann war’s auch schon 1 Uhr nachts. Den Samstag wollte ich mal zum Strand, leider war das Wetter nit so dolle und ich etwas träge, somit blieb es bei der Terrasse.
Dafür ging am Abend dann wenigsten die Action los. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir waren mal wieder Paintball spielen, diesmal bei erträglichen Temperaturen und in der Dämmerung. Leider waren die Funzel die das Spielfeld beleuchteten halt doch nur Funzeln und kein Flutlicht. Und da wir auch keine beleuchteten Bälle hatten (die gibt’s wirklich!), war es eher schwierig was zu treffen. Aber es hatte ja jeder die gleichen Vorraussetzungen. War auf jeden Fall sehr spaßig. Insbesondere auch weil sich manche Leute kleine Fauxpas erlaubten, wie zum Beispiel mit Windeln als Sackschutz aufzulaufen. Ehrlich! Lieber die Schmerzen in kauf nehmen, wie mir das Geläster über Wochen anzuhören. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten das Hoheitsgebiet zu schützen. Nach dem Spiel tat mir zwar fast alles weh, aber da muss man durch. Also keine Schwäche zeigen und direkt fertig gemacht für die Disko. Diesen Samstag wieder Megalos. So langsam muss ich mal nen anderen Club auftun. Insbesondere auch weil man da gerne mal übers Ohr gehauen wird. Wenn man an die Bar geht und ein Bier bestellt und 10 RON auf den Tisch legt kriegt man oft kein Wechselgeld raus. So dachten manche Kollegen bis letzte Woche das Bier kostet auch 10 RON. Kostet aber nur 6. Ich hab mir nämlich mal die Karte angeschaut und selbiges bemerkt. Danach hab ich die Kohle entweder nur abgezählt hingelegt, oder mit vor mir liegender Karte geordert.
Ansonsten war der Abend doch wieder recht lustig, insbesondere weil der weibliche Teil der Rumänischen Bevölkerung doch eher dazu neigt viel zu tanzen und wenig anzuhaben. Letzteres ist bei den hiesigen Temperaturen recht logisch, bei ersteren möchte man den Einspruch erheben und sagen, „Moment, das ist in Deutschland ja auch so, dass Frauen gerne tanzen“. Stimmt zwar, nur tanzen sie anders und eher selten auf der Theke. Bei einer derselbigen waren wir uns nicht ganz sicher, ob sie jetzt auf Drogen war, oder das ganze „professionell“ betreibt. Hm, das mit der neuen Location muss ich mir vielleicht doch noch mal überlegen ;) Es stellte sich später heraus, das sie halt einfach gerne tanzt und ne ordentliche Ausdauer hat. Die Freundin von nem Kollegen hat sich dann nämlich später mit ihr unterhalten.
Lustig ist es allerdings wenn sie auf die typisch rumänische Art zu „Manele“ tanzen. Das hat dann was von Volkstanz, wenn man sich im Kreis aufstellt und an den erhobenen Händen fasst. Dazu noch die arabischen Klänge von Manele und man kommt sich vor wie auf einer arabischen Hochzeit.
Zum Thema Hochzeit ist noch zu erwähnen, das es locker mal passieren kann, dass man eine Frau im Brautkleid in der Disko begegnet. Anscheinend wird hier gerne die Hochzeitsfeier zu Ende gefeiert. Den Sonntag wollte ich eigentlich mit nem Kollegen zum Stadtstrand, allerdings hat das auf Grund von Abstimmungsschwierigkeiten nicht geklappt.
Die Arbeitswoche begann dann wieder gewöhnlich und ohne besondere Vorkommnisse.
Am Mittwoch bin ich dann bei den hier herrschenden Temperaturen 11km über die Strecke gelaufen um dort einige Sachen zu vermessen und zu dokumentieren. Danach war ich richtig durch. Und nen leichten Sonnenbrand hatte ich auch. Aber nach so nem Tag kann man 1a schlafen.
Auf dem Heimweg sind mir dann wieder einige Personen auf gefallen die mit Schlüsseln am Straßenrand stehen und die diese den vorbeifahrenden Autos präsentieren. Auf Nachfrage bei Kollegen stellte sich dann heraus, dass es Leute sind die ihre Zimmer an Urlauber vermieten wollen. Überhaupt wird hier so einiges am Straßenrand verkauft. Wobei ich nicht sicher bin ob das erlaubt ist oder nicht. Jemand der einen Fisch verkaufen wollte, deute zum Beispiel nur die Länge desselbigen an und zeigte nicht den Fisch. Und angeblich ist das illegal, deswegen hatte er seinen Fang nicht präsentiert. Mir wurde zumindest gesagt das er einen Fisch verkaufen will und nix anderes.
Ein paar Zigeunerfrauen scheint das mit der Illegalität nicht zu jucken, die verkaufen oft die Unterschiedlichsten Dinge am Straßenrand. Ich habe da schon Gläser, Obstbäumchen, Reisigbesen usw. gesehen.
Und natürlich gibt’s auch einige Frauen die sich selbst verkaufen wollen. Wobei das in Rumänien im Gegensatz zu Deutschland offiziell verboten ist.
Leute die am Straßenrand stehen und eine Handbewegung machen die in etwa so aussieht als würde man einen auffordern langsamer zu machen sind allerdings Tramper. Das hat am Anfang doch schon irritiert.

Mittwoch, 20. Juni 2007

...

Nachdem ich jetzt 3 Monate in Los 3, Bahnsteige, Bahnhofsgebäude usw., war, bin ich jetzt ins Los 1 gewechselt. Diese Abteilung ist für den direkten Gleisbau zuständig. In der ersten Woche war es auch sofort sehr interessant. Wir haben uns mehrere Großmaschinen angesehen. Unter anderem eine Stopfmaschine, eine Schweißmaschine, einen Umbauzug und eine RPM.
Die Stopfmaschine begradigt das Gleis, verdichtet den Schotter unter dem Gleis und hebt das Gleis an.
Die Schweißmaschine war auch interessant, mit Hilfe von elektrischem Strom wurden die Schienen in wenigen Minuten zusammengeschweißt. Mehr oder weniger vollautomatisch. Lediglich die Kontaktpunkte müssen vorbereitet und die Schiene ausgerichtet werden.
Ein Highlight war der Umbauzug. Ein 500 Tonnen Monster das sich wie eine Raupe den Schienestrang entlang schiebt und vollautomatisch Schienen und Schwellen austauscht. Mit einer Leistung von ca. 1000m am Tag.
Ein weiteres Highlight war die RPM, die teuerste Maschine die hier im Einsatz ist.
Sie kostet ca. 50000 € am Tag. Insgesamt gibt es Weltweit nur 3 solche Giganten. Der Prototyp ist hier in Rumänien im Einsatz. Das Gewicht der RPM beträgt wie beim Umbauzug ca. 500t. Dazu kommen noch Hilfsfahrzeuge zum Materialtransport. Und Material wird erheblich verbraucht. Überall entlang der Strecke sind gewaltige Schotterberge die von der RPM verbraucht werden.
Die RPM tauscht alten Schotter und, falls vorhanden alte PSS aus, und baut beides wieder ein. Gleichzeitig wird der alte Schotter recycelt und wieder mit eingebaut. PSS ist die Planumschutzschicht, eine Mischung aus Sand und Schotter, die verhindert, dass die oberste Schotterschicht im Erdreich (Planum) einsinkt und sie dient auch zu allgemeinen Stabilisierung der Fahrstrecke. Zusätzlich werden noch unter die PSS eine Lage Geotextilien und Geogitter eingebracht. Der Schotter und die PSS werden mit Hilfe zweier Umlaufender Schaufelketten ausgetauscht. Diese werden unter dem, durch das von der RPM hochgezogenen Gleis, hindurchgeführt. Im Anschluss wird dann das neue Material eingebracht, verdichtet und das gesamte Gleis wird mit einer einbauten Stopfmaschine in seine endgültige Lage versetzt.
Erstaunlich war für mich das diese Maschine von Umweltministerium unterstützt wird, was allerdings bei genauer Betrachtung sinnvoll ist, das sie im erheblichem Umfang LKW Verkehr und Schotter spart. Der LKW Verkehr wird dadurch verringert, dass die Maschine direkt aus dem Gleis versorgt wird. Des Weiteren wird durch den eingebauten Recycler einiges an Material eingespart.
Auf jeden Fall ist es extrem beeindruckend, wenn man sieht wie sich die RPM einer Raupe gleich übers Gleiß schiebt.
Ansonsten waren die letzten beiden Wochen auch noch interessant. Unter der Woche gehen wir des Öfteren auf ein Bier oder Radler in unsere Stammkneipe. Radler ist immer wieder witzig, weil das hier keiner kennt. Ich muss mir dann immer eine Sprite und ein Bier bestellen und mix das dann. Die Bedienungen gucken dann oft recht ungläubig.
Das vorletzte Wochenende waren wir Freitag im La Gogaracha (keine Ahnung ob ich das jetzt richtig geschrieben habe, ich glaubs nit). Das ist eine Beachbar/Club. Der Abend war im Gesamten allerdings etwas träge. Wobei ich mich trotzdem amüsiert habe.
Denn Samstagnachmittag hab ich dann fast komplett verpennt, obwohl ich eigentlich genug geschlafen hatte war ich nachmittags so müde, dass ich noch mal 3 Stunden gepennt habe.
Am Abend sind wir dann wieder nach Mamaia. Allerdings war es eine ziemliche Odyssey. In Constanta waren schon viele Clubs geschlossen, weil sich das Leben im Sommer in Mamaia abspielt. In Mamaia war allerdings auch noch nicht so viel los, weil die Saison noch nicht richtig begonnen hat. Dadurch sind wir durch 5 oder 6 Clubs getingelt, bzw schon am Eingang gescheitert, weil der Club noch zu war. Das Ganze natürlich im Taxi. Irgendwann sind wir dann in eine Freiluft Cocktailbar. Die war recht chillig. Ich bin dann noch mit jemand ins Megalos, da war allerdings auch noch nit sooo die Hölle los. Trotzdem war es dann 3 Uhr bis ich daheim war.
Den Sonntag sind wir dann zum Grillen und chillen an den Strand nach Corbu gefahren. Das liegt etwas nördlich von Mamaia. Dort sind nur wenige Leute zu finden und man hat sehr viel Ruhe am Strand. Noch weiter nördlich kann es sein, dass man niemanden mehr am Strand sieht. Der Strand ist von guter Qualität. Es gibt zwar bis Grünzeugs und Muscheln, aber kaum Müll. Das Wasser war noch recht kühl, aber angenehm. Cool war wie irgendwann ein Junge auf einem Pferd vorbei ritt. Gegen 5 sind wir dann wieder Richtung Constanta gefahren. Und prompt in eine Stau. Denn gibt’s aber im Sommer jeden Tag um diese Zeit. Einfach zu viele Touristen in der Stadt.
Am Donnerstagabend war ein weiteres Highlight angesagt. Es war ARGE Feier im Weingut Murfatlar. Dem Weingut Rumäniens. Insgesamt waren ca. 120 Personen anwesend, unter anderem von der CFR, den Tocherfirmen, Balfour Beatty und Alcatel, sowie von den Bauüberwachern von PCI.
Das Essen war wenig spektakulär, dafür war der Wein allerdings Spitzenklasse. Die Feier begann um 17 Uhr und ging bis ca. 1 Uhr. Ingesamt wurden ca. 2 Flaschen pro Person geleert. Ich war Verhältnismäßig fit. Allerdings hatte ich im Verlauf des Abends auch meine 2 Flaschen geschafft. Schätze ich. Andere hat es allerdings sehr übel erwischt. Irgendwann bin ich mit ein paar Freunden auf eine Dachterasse und wir haben die Aussicht genossen und locker diskuiert. Ich und noch ein anderer haben ein bischen die rumänischen Rumänen mit eine paar Bemerkungen über Ungarn provoziert. Was dieses Thema angeht sind die Rumänen sehr, sehr empfindlich. Genauso wie beim Thema Homosexualität.
Auf jeden Fall entwickelte sich eine lebhafte, aber witzige, Diskussion und irgendwann musste ich einen Rumänen trösten, weil der mit den Nerven am Ende war. Irgendwie dachte er, er wird jetzt gefeuert, weil er zuviel Deutsche beleidigt hat. Dabei hat er glaube ich noch nicht mal wen beleidigt, abgesehen von den Ungarn.
Im war das am nächsten Tag total peinlich.
Nachdem sich so einige Leute kleinere Peinlichkeiten geleistet hatten, ich war zum Glück nicht darunter, ging es dann mit dem Minibus nach Hause. Die Busfahrt dauert etwas länger, weil wir unter anderem einen Kollegen in sein Zimmer tragen mussten.
Alles in allem eine geile Feier.
Am nächsten Tag bin ich dann wieder um 8 im Büro erschienen, aber alles in allem haben doch ein paar Leute gefehlt. Kein Wunder.
Den Freitagabend haben wir dann bei uns auf der Terrasse gegrillt und Olafs Geburtstag gefeiert.
Den Samtag wollten wir eigentlich ein bisschen an den Strand nach Mamaia, aber durch widrige Umstände, unter anderem einem plötzlichem Umzug eines Kollegen, wurde das vereitelt. Ich hab mich dann an den Strand in die Nähe unseres Hauses gelegt. Allerdings nit so arg lang.
Der Abend schienen dann zuerst eine Katastrophe werden, weile viele eher kaputt waren, dann sind wir aber doch ins Megalos gegangen und ich hatte viel Spass *g* Da ging richtig die Post ab. Irgendwann stand ich an der Bar, auf der Theke tanzen weiblich Gäste, links und rechts von mir auch. Als dann eine Rumänin mit mir das Flirten anfing, war ich dann doch leicht überfordert. Gefallen hat´s mir aber trotzdem. Irgendwann um 4 war ich dann total kaputt daheim.
Denn Sonntag waren wir erst am Strand in Mamaia und am Abend hab ich mit 2 Kollegen eine Runde Siedler gespielt.
Auf dem Weg zur Wohnung des Kollegen hab ich einen Mega Wolkenbruch erlebt. Inklusive Hagel und überfluteter Strassen. Leider hatte ich meine Kamera nicht mit. Auf den Strassen waren richtige Sturzbäche unterwegs. Die meisten Autos sind stehen geblieben, für meinen Jeep war das allerdings kein Problem. Pech hatte der Cabriofahrer (neuer Mercedes) dessen Verdeck nicht zuging.

P.S. Ich versuche auch mal neue Bilder hochzuladen.

Dienstag, 5. Juni 2007

...

Nach einer schöne, aber auch etwas anstrengenden Woche in Deutschland bin ich jetzt wieder in Rumänien. Wie ich manchem schon gesagt habe, werde ich die Zeitabstände zwischen den Blogeinträgen etwas verlängern. Also nicht wundern, es gibt halt nicht mehr so viele neu Dinge wie zu Beginn.
Die Woche begann gleich recht stressig und mit zu wenig Schlaf, nachdem ich erst um 3 Uhr nachts in der neuen Wohnung war und früh um 7 raus musste. Die weitere Woche war recht stressig, bis man sich wieder zurechtfindet, die Klamotten eingeräumt sind und so weiter. Den Samstag hatte ich quasi nichts zu tun was Arbeit anging (ausschlafen :) Dafür hab ich mit Kollegen ein bisschen gezockt. Am Abend wollten wir eigentlich das Pokalfinale im Büro schauen, nachdem aber die anderen Interessierten der Reihe abgesagt haben und ich nicht alleine schauen wollte, bin ich dann lieber durch die Clubs getingelt. Insgesamt war ich in 3 Club (Megalos, Two und Wish, wenns interessiert ;) Im ersten war ich ja schon mal, geändert hat sich auch nicht viel, der zweite war etwas leer und der dritte viel zu voll. Mir wurde mittlerweile aus mehreren Ecken gesagt, dass das DER Club dieses Jahr sein soll. Naja, wegen mir nicht. War mir irgendwie zu groß und unpersönlich. Preislich gesehen war das Wish der teuerste Laden, aber 6€ sind auch nit die Welt. Wobei man dafür auch noch einen Verzehrbon erhält der 6€ wert ist. Somit ist der Eintritt sogar frei, falls man den Bon verwertet, allerdings war es mir dazu zu voll. Nein, nicht ich war zu voll dazu *g*
Der Taxifahrer hat mich nebenbei auch noch übers Ohr gehauen, ich hab es zwar bemerkt, aber wegen 2€ fang ich jetzt keine Diskussion an. Beweisen hätte ich es sowieso nit können.
Nachdem es dann doch irgendwas zwischen 5 und 6 wurde, wollte ich den Sonntag wollte ich eigentlich sehr gemütlich verbringen, allerdings haben mir Stefan und Costi da einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich zum Zocken überredet. Danach sind wir noch bisserl was trinken gegangen.
Der Montag war dann total langweilig, nur Büro.
Dafür war der Rest der Woche recht interessant und auch Sonnenintensiv. Ich hatte an jedem Tag woanders rote Haut *g* Dafür bin ich jetzt schön Braun, allerdings nur da wo keine T-Shirt sonst was ist. Ohne T-Shirt seh ich jetzt richtig Kontrastreich aus :)
Die Woche habe ich einen Bodenaustausch (ich werde mal versuchen ein paar Bilder hochzustellen) beobachten können. An dieser Stelle ist entweder mal eine Erdölleitung geplatzt oder ein Waggon ausgelaufen. Auf jeden Fall war das ganze Erdreich getränkt von Erdöl oder was ähnlichem. Diese Schicht musste abgetragen werden, sonst würde das Zeug die RPM (Sauteure Maschine, die Erdreich und Schotter austauscht) verschmutzen. Des Weiteren war ich bei einem Bahnsteigbau dabei.
Am Donnerstagabend sind wir da mal wieder bisschen ausgegangen. Erst Cocktails, dann in einer kleineren Disco, aber fast genau nach meinem Geschmack. Leider musste ich ja wieder um 6.30 raus, deswegen nur bis 1.30 Uhr da.
Der Freitag war wieder recht interessant, da sind wir mehrere Baustellen abgefahren.
Nach Feierabend haben wir dann noch ne Runde Counterstrike im Büro gezockt und schon wars 21 Uhr. Schnell heim, was gegessen und geduscht. Und schon gings wieder los. Mit Olaf in ne Kneipe bei uns um die Ecke. Dort haben wir dann noch ein paar andere getroffen und sind im Anschluss in 2 Stranddiscos/Club gegangen. War leider noch nit so aaarg viel los, aber im zweiten Laden wars doch sehr fein. Im ersten kam mir das Publikum doch sehr jung vor. Und viele hatten Ray Charles als Friseur. Könnte man zumindest meinen.
Da ich den Samstag frei hatte, war es auch kein Problem ein bisschen länger zu machen. Um 3 war ich dann allerdings daheim.
Der Samstag begann sehr ruhig, bisschen lesen. Um 14 sind wird dann Richtung Strand zum Grillen. Mit einer malerischen Ölraffinerie in 500m Entfernung. Im Anschluss nach Mamaia an den Strand und dort in einer Beachbar gechilled. Nachdem wir noch nen Kaffee am roten Platz in Mamaia getrunken haben sind wir fix heim und gleich wieder los. Bei nem Kollegen gab es dann noch ein paar unschönere Szenen, da er an diesem Tag mit seiner rumänischen Freundin Schluss gemacht hat. Sie ist ihm wohl zu sehr auf der Nase herumgetanzt. Da will ich aber nicht näher ins Detail gehen, aber ich konnte den Schritt sehr gut verstehen.
Die Nacht war wieder sehr cool, auch wenn die Kollegen plötzlich fast alle weg waren. Ich wollte auch grad gehen, da spricht mich jemand mit „n´abend“ an. Ich „n´abend“ und weitergelaufen. Nach ein paar Metern dacht ich mir, irgendwas hat da jetzt nit gepasst. Bin wieder zurück, da stellt sich heraus, dass das 2 Medizinstudenten aus Deutschland waren die in Iasi (Nord-Ost Rumänien) studieren. Die beiden Düsseldorfer haben mich beim Telefonieren gehört und mich gleich mal angesprochen. Mit denen hab ich mich dann noch ne Weile unterhalten und ruck zuck wars wieder zu früh am Morgen.
Die Nacht war dann leider zu kurz, nachdem irgendein Nachbar meine am Sonntag um 10 was zusammenzuzimmern zu müssen. An Schlaf war da nicht zu denken. Um 14 Uhr gings dann direkt zum Paintball spielen. Immerhin bei fast 30°C. Mit Maske und langer Kleidung. Ich glaub, ich wäre beinah zusammen geklappt, aber geil war es trotzdem wieder. Im Anschluss wieder gegrillt bei uns auf der Terrasse und schon war der Tag wieder vorbei.

Montag, 21. Mai 2007

Bilder

So, ich hab die Woche mal ein paar Bilder hochgeladen. Zu sehen entweder im Studivz, oder für diejenigen die da nit angemeldet sind bei Myspace.com (Profil: alexfaraway)

Donnerstag, 10. Mai 2007

...

Nachdem alle die ganze Woche etwas mitgenommen waren vom 1. Mai war die weitere Woche dann eher ruhig. Nur etwas Essen gehen und ein bisschen in den Pub. Wenn es interessiert, der Stammpub von mir, ist unter www.timespub.ro zu finden. Allerdings wird die Seite eher schlecht up to date gehalten. Das Wochenende war im gesamten Ok, der Club vom Samstag hatte zwar einen unausprechlichen Namen, Mo… irgendwas, aber war dafür ein guter Schuppen. Musik war erträglich, Preise hat zwar deutsches Niveau (glaub ich) aber dafür war das Publikum gut. Und der Club war gut gefüllt.
Interessant war wieder zu sehen wie die Rumänen sich so kleiden wenn sie ausgehen( und auch sonst). Bei den Typen war wieder alles dabei, vom Trainingsanzug (anscheinend zählt der hier als Businessanzug, in Clubs hab ich den zwar selten gesehen, dafür um so öfter in , auch durchaus guten, Restaurants) über normale Kleidung bis zum Anzug. Die Frauen hingegen sind fast immer 1a gekleidet. Zumindest in den Läden die wir besuchen. Auf der Strasse, oder auf dem Dorf ist das allerdings auch anders. Wie in fast allem in Rumänien ist hier die Bandbreite deutlich weiter wie in Deutschland. So kann es passieren das man auf einem sehr belebten Innenstadtplatz eine Frau im Bademantel (rosa mit Blümchen) und darunter Leggins sieht. Und neben dran steht eine Frau im Businesskostüm.
Wobei man aber bemerken muss, dass für viele dieser abenteuerlichen Kombinationen (Bademantel) vor allem die Zigeuner verantwortlich sind. Wobei die normale Rumänin, und auch die Rumänen), anscheinend auch gerne mal bunt trägt.
Weiterhin erwähnenswert ist, dass ich in Constanta bisher mehr High Heels gesehen habe, wie in einem Jahr in Deutschland. Das ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil die Gehsteige hier in einem sehr bedauerlichen Zustand sind. Mich würde nicht wundern, wenn die rumänischen Kliniken weltweit führend wären, was Bänderrisse angeht.
Ein weiterer Unterschied zu Deutschland ist, das sich die Frauen deutlich mehr schminken. Sowohl in der Menge des Make Ups pro Gesicht, als auch zu welcher Zeit. Um eine ungeschminkte Rumänin zu sehen, muss man schon sehr aufmerksam sein. Ob es ein Vorteil ist, sei mal dahingestellt.
Der Sonntag war dann wieder sehr ruhig. Dienstag bin ich dann kurzfristig mit Ainur nach Bukarest zu einem Meeting gefahren. Das Meeting war allerdings fürn Arsch. Vermutlich auch dann, wenn wir nicht eine Stunde zu spät gekommen wären. Bei einer Stunde und 15 Minuten Gesamtlänge. Die Verspätung wäre allerdings locker zu vermeiden gewesen, wenn Ainur nicht 1 Stunde verschlafen hätte, wir uns auf dem Weg durch Bukarest nicht auf einem Kollegen von Balfour Beatty verlassen hätten und wir nicht noch 45 Minuten im Ministerium hätten warten müssen, weil wir keine Passierscheine hatten.
Bei der Fahrt durch Bukarest ist mir wieder aufgefallen, dass der Rumäne ständig versucht, mangelnde Planung, Sorgfalt und Vorausdenken durch persönliche Kontakte auszugleichen.
Eine Karte mitzunehmen und vorher mal reinzuschauen wäre ja wirklich nicht zu schwer gewesen. Haben wir zwei Praktikanten ja auch geschafft, wie wir das letzte Mal in Bukarest waren. Und wir waren, glaube ich, doppelt so schnell am Bahnhof. Ich hab mich allerdings auch drauf verlassen das Ainur sich auskennt. Man darf halt nicht alles glauben was man so hört. Ein riesiger Unterschied im Vergleich zu Deutschland ist, wie oft die Fahrer nach dem Weg fragen, zumindest meiner. Zeitweise haben wir an jeder Kreuzung gefragt. JEDER!! Einmal auch bei 70 km/h den Fahrer im Nachbarfahrzeug. Immerhin war die Straße da zweispurig. *g*
Nach dem das Meeting dann beendet war sind wir dann noch bei alten Bekannten von Ainur vorbei gefahren. Ich glaub, der kennt sogar auf dem Mond jemanden. Dort gab es dann auch was zu essen. Zudem durfte ich auch eine Radioreparaturwerkstatt begutachten. Das Chaos MUSS neu definiert werden.
Anschließend sind wir Richtung Campina aufgebrochen wo wir die Nacht verbringen sollten um am nächsten Tag wieder mal Fertigteile zu zählen. Nach leichten Problemen ein Zimmer zu finden, sind wir allerdings 1a untergekommen. In einer kleinen Privatpension. Sehr sauber, freundliche Leute und gutes Essen für einen günstigen Preis (auch wenn es auf die Firma ging). Campina hat mich diesmal auch sehr erstaunt, es ist mir das letzte Mal nicht so aufgefallen, aber die gesamte Gegend hat mich sehr an Deutschland erinnert. Alles sehr sauber, kaum Müll auf den Straßen, die Häuser alle in einem tadellosem Zustand und auch vom Stil her mehr „Deutsch“. Kein Vergleich zur Dobrudscha. Das wurde mir zwar immer gesagt, dass der Süden ganz anders ist wie die Gegend an den Karpaten und nördlich davon, aber man muss es doch gesehen haben um es zu glauben.
Die Zählung der Fertigteile am nächsten war dann wiederum sehr fix erledigt. Ein bisschen gefreut hat es mich wie ich mit meiner Prognose recht behalten sollte, das wir um 11 aus Campina raus sind, etwas Stau in Bukarest haben werden und um ca. 16-17 Uhr wieder in Constanta sind. Es hat genau gepasst. Ainur hatte mit mehr Zeit gerechnet (erstaunlicherweise nicht mit weniger).
Der Donnerstag verlief dann wieder absolut normal und ich hoffe dass ich ab Freitagmittag für ein paar Tage wieder in Deutschland bin. Auch wenn es mir hier sehr viel Spass macht ist es doch schön mal wieder in der Heimat zu sein.

Samstag, 5. Mai 2007

1. Mai

Das nächste Wochenende begann mit der Überraschenden Mitteilung, dass ich von Samstag bis Dienstag (1. Mai, auch hier ein Feiertag) frei habe. Am Freitagabend ließen wir es dann aber trotzdem eher locker angehen (meine Begleiter hatten ja nicht frei). Der Samstagabend begann wie immer mit Fußball gucken. Danach wollten wir noch bisschen Pizza essen gehen, allerdings informierte uns der Besitzer des Ladens darüber das es sehr lange dauern kann bis wir Pizza kriegen, weil jeder die will und momentan Highlife in Constanta/Mamaia angesagt ist. Ich hätte nie gedacht das ich mal von rumänischen Touristen in Rumänien gestört fühle. *g*
Zitat Stefan: „Was suchen die ganzen Bukarester Touris in MEINER Stadt!“
Der weitere Abend war dann wieder eher ruhig.
Sonntag und Montag tagsüber waren auch eher von der ruhigen Sorte. Ich dachte schon der viel gepriesene 1. Mai wird ein Reinfall. Besonders nachdem wir uns um 20 Uhr getroffen haben, was essen gegangen sind und danach in die Clubs wollten. Und keiner hatte auf. Zumindest die bei denen wir waren (immerhin 3 + 1 Kneipe). Dann sind wir erstmal zu Stefan und haben bisschen vorgeglüht. Um 1 hat dann Olaf einen Taxifahrer angerufen den er kannte und der wusste dann wo die Party abgeht. Wir sind danach ins „La Mania“ gegangen. 50 RON Eintritt. 16€. Schweineteuer. Aber die „Personen“ die wir vor uns reingehen haben haben sehen, überzeugten uns, dass es sich lohnt. Der Laden war dann aber der total Schickimicki Bunker. Die Schminke hätte für die doppelte Menge an Menschen gereicht. Die Kleidung allerdings nicht. Im Nachhinein haben wir dann erfahren, dass das DER VIP Club von Constanta ist. Hm, dann doch lieber irgend nen kleinen, dreckigen Club. Da fühle ich mich wohler. Trotz allem endete der Abend um ca. 6.30. Zumindest für mich. Olaf und Stefan sind dann noch weitergezogen, das sie befürchteten nicht mehr Wach zu werden, wenns um 9 zum Grillen geht. Ich hab mich allerdings noch ne Runde aufs Ohr gelegt. Um 9.15 wurde ich dann wieder geweckt und wir haben die anderen beiden erstmal abgeholt. Sie waren natürlich ordentlich unterwegs. War ne lustige Fahrt, so mit Olaf hinten auf der Ladefläche.
Nachdem wir dann alles eingeladen hatten sind wir zum See gefahren. Auf dem Weg gabs noch einige bizarre Unterhaltungen zwischen Olaf und Stefan.
Dort angekommen haben die beiden sich erstmal aufs Ohr gehauen und sind auch bis zum Schluß nicht mehr aufgewacht. Stefan hat immerhin zum Schluß noch was gegessen.
Ich hab mich zwischendurch noch mal ein bisschen mit dem See angefreundet (Scheiß glitschige Steine). Der restliche Tag war dann doch eher ruhig.
Die weitere Woche war ich dann auf verschiedenen Baustellen unterwegs und mit Aufmass und Kontrolle beschäftigt.

Freitag, 27. April 2007

...

Nach einer anstrengenden Woche steht endlich wieder das Wochenende an. Obwohl, so richtig erholsam war das bisher auch nicht, wenn auch aus anderen Gründen *g*
Den letzten Samstagabend verbrachte ich erst mit Bundesliga gucken bei nem Kollegen. Sehr schöner Spieltag. Bremen, Stuttgart und Schalke haben gewonnen \o/.
Danach Pizza essen (sehr gut und eine überdrehte Bedienung). Anschließend sind wir, auf der Suche nach dem „Times“, das sich mittlerweile zu unserer Stammkneipe entwickelt hat, bestimmt ne halbe bis dreiviertel Stunde durch die Stadt gelatscht. Es ist gar nicht so einfach das zu Fuß zu finden, wenn man immer mit dem Taxi da war bisher. Mittlerweile find ich es aber auch auf der Karte.
Nach nem kurzem Bier sind wir dann mit weiteren Kollegen durch ein paar Clubs getingelt.
Leider musste ich wieder feststellen, dass die Menschen hier in Rumänien doch sehr arm sind. Die Frauen haben oft noch nicht mal genug Geld für BHs und auch sonst sehr wenig anzuziehen. Außerdem war es in dem einem Club anscheinend schlecht geheizt hinter der Theke.
Nachdem ich mich mal wieder ausgeschlafen habe gings am nächsten Tag mit Kollegen zum grillen. Erst im Carrefour zum einkaufen (ein Berg von Fleisch), danach an eine einsame Ecke an einem See (wunderschön, aber etwas windig). Dort angekommen wurde dann losgegrillt.
Die Freundin von Stefan hat nebenbei bisserl geangelt und sogar einen Fisch gefangen (Bild wird nachgereicht).
Anschließend sind wir in einen kleinen Billardschuppen und ich habe wieder gezeigt, dass ich kein Billard spielen kann. Lucian hingegen ist sehr gut darin.
Ebendieser Lucian hat danach noch im Schwarzen Meer gebadet. Um keinen falschen Eindruck zu erzeugen, das Wasser ist auch hier noch Arschkalt, und richtig warm war es um 19 Uhr auch nicht mehr (Wasser ca. 10°). Der Typ hat einfach einen an der Waffel *g*
Zum Abschluss sind wir da noch in die Wohnung von Lucian und haben King Arthur geguckt. Während dessen hat die Freundin von Stefan noch bisserl im Billardschuppen am Automaten gepokert, und zur Verwunderung aller 100 Euro gewonnen.
Der Montag war dann wieder weniger interessant, sowohl die Arbeit, wie auch die Freizeit.
Dienstags war die Arbeit auch weniger aufregend, auch wenn ich zum Glück mittlerweile besser in die Arbeitabläufe integriert werde und mal was Produktives tun kann.
Nach Feierabend gings dann ins Büro der Leonhard Weiss Niederlassung (gleiches Haus, anderer Eingang), dort hat Olaf, ein passioniert Angler, der allerdings seitdem er in Rumänien ist noch nix gefangen hat (1,5 Jahre glaub ich), schon einige Fische vorbereit und über 3 Stunden geräuchert oder gegrillt, keine Ahnung was jetzt genau. Auf jeden Fall war es sehr, sehr lecker.
Am Abend war ich danach wieder im „Times“, allerdings, wegen Abstimmungsproblemen alleine. War allerdings nicht wirklich tragisch, es wurde ja Fussball übertragen. Und ich hab bei ner Promo Aktion ein Bier gewonnen.
Das ich ein Bier zuviel hatte hat sich allerdings etwas negativ auf die Heimfahrt mit dem Taxi ausgewirkt. Ich glaub ich hab aus verschiedenen Gründen, alle lagen bei mir, das doppelte bezahlt. War allerdings trotzdem kein teurer Abend.
Mittwochs waren wir dann sehr lange auf den verschieden Baustellen unterwegs. Genauso wie Donnerstag. Jeweils bis ca. 19 Uhr. Danach ist man echt im Eimer.
Donnerstag bin ich dann noch zum Essen gegangen und danach zum Fussball gucken. Leider, oder in dem Fall eventuell auch, zum Glück, haben sie nicht Bremen gegen Espanyol übertragen.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Menü

Aktuelle Beiträge

Aufgrund fehlender Interessantheit...
Aufgrund fehlender Interessantheit (schreibt man das...
Petzi_der_Baer - 26. Jul, 16:41
Mittlerweile ist der...
Mittlerweile ist der Sommer so richtig in Konstanza...
Petzi_der_Baer - 5. Jul, 08:07
öh, keine ahnung wie...
öh, keine ahnung wie das mit myspace geht glaub man...
Petzi_der_Baer - 20. Jun, 20:10
Nachdem ich jetzt 3 Monate...
Nachdem ich jetzt 3 Monate in Los 3, Bahnsteige, Bahnhofsgebäude...
Petzi_der_Baer - 20. Jun, 20:08
Huhu
So, diesmal bin ich grad am Essen. Pizza vor mir, Blog...
Cusack - 13. Jun, 19:50

Links

Suche

 

Status

Online seit 6630 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jul, 16:41

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren